EU-Leitlinien Mammographie-Screening
alle zwei Jahre können alle Frauen zwischen 50 und 69 Jahren an einer qualitätsgesicherten Früherkennung durch das Röntgen ihrer Brust in spezialisierten Zentren oder in einer sogenannten mobilen Screening-Einheit (Mammobil) teilnehmen.
die Teilnahme ist freiwillig. Von einer zentralen Stelle aus werden die anspruchsberechtigten Frauen eingeladen. Terminveränderungen bzw. Terminvereinbarungen für Frauen, die keine Einladung erhalten haben, sind möglich unter der Telefonnummer: 01805/180908.
durch die Zuweisung einer anonymisierten Screening-Identifikationsnummer ist der Datenschutz gewährleistet.
die Kosten für die Mammographie übernehmen die gesetzlichen und die privaten Krankenkassen – diese abhängig von den Vertragsvereinbarungen.
für die Teilnahme am Mammographie-Screening besteht Anspruch auf Arbeit- bzw. Dienstbefreiung.
die Befundung der Mammographie erfolgt unabhängig voneinander durch zwei Radiologen/innen. Bei unterschiedlicher Meinung wird eine dritte Fachmeinung eingeholt.
etwa innerhalb von sieben Tagen wird jeder Frau das Ergebnis mitgeteilt. Bei etwa 95% der untersuchten Frauen zeigt die Mammographie keinen Hinweis auf einen Tumor. Diese Frauen werden in zwei Jahren wieder zur Mammographie eingeladen.
besteht ein Verdacht auf Brustkrebs oder auf eine andere Erkrankung erfolgt eine weitere Einladung zur Abklärungsdiagnostik (weniger als 5% der teilnehmenden Frauen). Normalerweise erhärtet sich dieser Verdacht bei ca. 90% dieser erneut eingeladenen Frauen nicht. Im Falle einer Verdachtsdiagnose findet eine Abklärung innerhalb des Früherkennungs-programms statt.
zur Qualitätssicherung müssen alle am Mammographie-Screening beteiligten Radiologen, die programmverantwortlichen Ärzte (PVAs), pro Jahr mindestens 5000 Mammographien routinemäßig befunden.
die Ärzte/innen und MTAs sind zur regelmäßigen Weiterbildung verpflichtet und sind strengsten Qualitätskontrollen ausgesetzt.
Die Röntgengeräte unterliegen strengsten Qualitätskontrollen zur Strahlenbelastung und optimalen Bildauflösung. Die durchschnittliche Strahlenbelastung einer Mammographieuntersuchung entspricht etwa zehn Prozent der durchschnittlichen natürlichen Strahlenbelastung in Deutschland.